Grundschule der "sicheren Schwimmer"

In Bayern ertrinken laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jährlich etwa 80 Menschen. Rückblickend auf das Jahr 2025 teilte die DLRG Bayern mit, dass die Zahl der Ertrinkenden angestiegen ist.

So sind im vergangenen Jahr 84 Menschen tödlich verunglückt, im Jahr 2024 waren es 70 Ertrinkungstote. Die abnehmende Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung ist mit ein Grund für die vielen Ertrinkungsunfälle. Laut einer Forsa Befragung hat sich gezeigt, dass sich die Zahl der Grundschulkinder, die nicht oder nicht sicher schwimmen können, seit 2017 bereits von 10 auf 20 Prozent verdoppelt hat. Die DLRG-Jugend Bayern, die AOK Bayern und das Bayerische Gesundheitsministerium starteten bereits 2013 mit der Aktion Sichere Schwimmer und erreichen damit jährlich etwa 4.000 Kinder an Grundschulen in Bayern. So konnte an der Grundschule Schonungen auch in diesem Schuljahr regelmäßig Schwimmunterricht durchgeführt werden.
Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass, „speziell ausgebildete DLRG-Schwimmtrainer*innen die Lehrkräfte im Schwimmunterricht unterstützen“, sagt Carolin Reuter, DLRG-Schwimmtrainer der Grundschule. Die Kinder erlernen das Schwimmen durch die individuelle Betreuung schneller und nachhaltiger. Das zeigen auch die 185 erworbenen Schwimmabzeichen, welche 2026 feierlich an die Schülerinnen und Schüler übergeben werden konnten.  „Wir fördern das Projekt, da Kinder, die frühzeitig schwimmen lernen, weniger gefährdet sind zu ertrinken“, erklärt Patrick Heusinger, Teamleiter Markt & Gesundheit der AOK-Direktion Schweinfurt. „Zudem trainieren sie dadurch ihre Beweglichkeit, eigene Bewegungsmuster und ihr Koordinationsvermögen. Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten, da es den gesamten Körper beansprucht und das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringt. Die Fähigkeit, Schwimmen zu können, hilft also auch, Volkskrankheiten wie beispielsweise Adipositas oder Diabetes vorzubeugen.